Toulouse 2017 Toulouse 2016

Mostar 2016

Pärnu 2015 Alleroed 2015

Mostar 2014

Lebork 2014 Alleroed 2014

Argenteuil 2014

Toulouse 2014

Nanxun 2014

 

Toulouse-Austausch 2017

Vom 03.05. bis zum 10.05.2017 sind wir mit 30 Schülern aus dem Sprachprofil des Q1-Jahrgangs sowie aus den verschiedenen Profilen des E-Jahrgangs für eine Woche zu unseren Austauschpartnern nach Toulouse gefahren. Mit großer Vorfreude und Aufregung ging es am Mittwoch, den 03.05. schon sehr früh los. Wir trafen uns alle um 4:25 Uhr am Bahnhof in Schleswig, um die Reise anzutreten. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Neumünster kamen wir schließlich alle in Hamburg an, wo es dann mit der S-Bahn vom Bahnhof zum Flughafen ging. Der Flug, der ungefähr zwei Stunden dauerte, war pünktlich und sehr entspannt, wodurch die Gruppe gut gelaunt in Toulouse ankam. Nachdem wir alle unser Gepäck bei einer Lehrkraft abgeladen hatten, die alles zur Schule brachte, ging es mit der Straßenbahn ins Zentrum von Toulouse, wo unsere Austauschschüler mit einem Picknick auf uns warteten. Nach einer freudigen Begrüßung und einer kleinen Stärkung am Ufer der Garonne begann dann die Stadtrally in kleinen, gemischten Gruppen. Hierbei hatten wir die Möglichkeit, uns Toulouse anzuschauen und das schöne Wetter zu genießen. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden die Stadt erkundet und Fragen beantwortet hatten, trafen wir uns wieder, um zu den Gastfamilien nach Hause zu fahren. Wir nahmen die Metro und danach noch einen Bus, sodass wir so gegen 18:00 Uhr an der Schule im Ort Saint-Orens-de-Gameville ankamen. Hier wurden wir von den jeweiligen Familien herzlich begrüßt und mit nach Hause genommen. Es war ein anstrengender aber auch erlebnisreicher erster Tag!


 
Am nächsten Tag ging es früh los, da die Schule in Frankreich um 8:00 Uhr beginnt. Am Vormittag haben wir in kleinen Gruppen jeweils zwei Unterrichtsstunden besucht und die Möglichkeit gehabt, einen Einblick in den Schulalltag zu bekommen, was ein interessantes Erlebnis war. Mittagessen gab es in der Mensa und danach ging es (in zwei Gruppen aufgeteilt) für alle Schüler zum Airbus-Werk in Toulouse. Hier erhielten wir eine Führung, bei der uns die Produktionsprozesse und der Flugzeugbau auf Französisch erklärt wurden und konnten sogar die riesige Halle besichtigen, in der die Flugzeuge endgültig zusammengebaut werden. Es war auf jeden Fall eine spannende Führung.                             
Am Nachmittag sind wir dann mit den Bussen wieder zurück zur Schule gefahren, wo wir erfahren haben, welche Gruppe die Stadtrally gewonnen hatte. Als Gewinnerpreise gab es T-shirts, die mit dem Schullogo bedruckt waren. Danach ging es für manche von uns wieder nach Hause, andere waren abends noch mit ihren Austauschschülern unterwegs.
Am Freitag ging es für alle um 9 Uhr 20 mit dem Bus nach Revel an den 240 kilometerlangen „Canal du Midi“, der Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet. Dort haben wir zuerst eine Führung durch dessen Museum bekommen, in der uns die Entstehungsgeschichte des Kanals erläutert wurde.

 
 
Danach durften wir die romantischen Gärten vom Canal du Midi erkunden und dort picknicken. Am frühen Nachmittag gingen wir dann zu Fuß am Wasser entlang und trafen uns an einer Hütte, wo uns die Spielregeln für die bevorstehenden sportlichen Aufgaben erklärt wurden. Dazu teilten wir uns in Gruppen auf und nahmen an Aktivitäten wie Klettern, Bogenschießen und einem Orientierungslauf teil. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat, war es für uns ein sehr spaßiger und schöner Tag und am Ende gab es noch eine kleine Belohnung für die Gewinnergruppe. Gegen 17 Uhr fuhren wir dann wieder mit dem Bus zurück und verbrachten den Abend in den Gastfamilien oder noch ein wenig in Toulouse.

     
       
Am nächsten Tag war eigentlich eine Wanderung in den Pyrenäen geplant, jedoch sagte der Wetterbericht Regen an, wodurch sich die Lehrer ein Alternativprogramm für uns überlegt hatten.   Wir fuhren mit dem Bus 1 ½ Stunden nach Carcassonne, einer wunderschönen Stadt mit einer ebenso schönen Festung, wo das Wetter eindeutig besser war. Als wir ankamen, durften wir selbstständig innerhalb von zwei Stunden die Festung besichtigen sowie die kleinen teuren Läden besuchen, in denen wir Souvenirs oder französische Spezialitäten kaufen konnten. Um 13 Uhr ging es zurück nach Toulouse, wo wir ein Naturkundemuseum (Musée d’Histoire Naturelle) besichtigten. Zuerst gab es eine französische Führung und danach durften wir uns noch in Gruppen die spannenden Skelette, Tiere, Steine, Muscheln und Diamanten anschauen.
Abends trafen sich viele von uns mit unseren Austauschschülern im Kino und sahen den Science-Fiction-Horror-Film Life, der einige ganz schön zum Zittern brachte. Das Alternativprogramm und auch der Rest des Tages kamen bei uns und den Franzosen sehr gut an, sodass wir am späten Abend wieder einmal zufrieden ins Bett gehen konnten.  


 
Der Sonntag war der erste Familientag, das heißt es gab kein gemeinsames Programm. Dennoch trafen sich viele von uns nachmittags beim Paintball wieder. Nach anfänglichen Unsicherheiten stellte es sich als großer Spaß heraus, trotzdem waren wir alle froh als es nach ca. 3h zu Ende war, da es im Schutzanzug und mit Maske doch ganz schön heiß unter der südfranzösischen Sonne wurde. Andere waren im Freizeitpark oder erholten sich einfach nur zuhause mit ihren Gastfamilien vom vielen Programm der vergangenen Tage. Am Abend gab es eine von den französischen Austauschschülern organisierte Party, auf der bis in die frühen Morgenstunden zu französischer Musik getanzt wurde.
Da der 08. Mai in Frankreich ein Feiertag ist (Tag der Befreiung), hatten wir frei und konnten den Tag zum Ausschlafen nutzen. Da auch die Gasteltern frei hatten, verbrachten die meisten einen entspannten Tag in den Familien und genossen das gute Wetter zum Beispiel bei einer Fahrradtour oder bei einem Bummel durch die Stadt.
Am Dienstagmorgen brach der letzte Tag in Frankreich an und wir wurden noch ein letztes Mal mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Wir erlebten einen ganzen Schultag in Frankreich, das bedeutet Unterricht von 8-16 Uhr. Der Unterricht war größtenteils sehr interessant, da die meisten Lehrer sich bemühten, uns mit einzubinden. Unterschiede fielen uns besonders in den Fremdsprachen auf, denn selbst dort wurde überwiegend französisch gesprochen, wohingegen bei uns nur in der Fremdsprache gesprochen wird. Die Freistunden und Pausen verbrachten wir gemeinsam in der Sonne. Um 16 Uhr gingen die Vorbereitungen für unser deutsch-französisches Konzert los. Die Instrumente wurden gestimmt und ausprobiert und Songtexte gelernt und schon um 18 Uhr begann es. Es wurden Musikstücke auf der Geige, Gitarre und dem Klavier gespielt und wir Deutschen sangen gemeinsam mit den Franzosen typische Lieder der jeweiligen Länder. Dadurch hat jeder mitgemacht und es wurde zu einem großen Erfolg. Im Anschluss gab es noch ein leckeres Buffet und gegen 21 Uhr machten sich alle auf den Heimweg und schliefen ein letztes Mal in Frankreich ein.


 
Am letzten Tag war es leider Zeit, Abschied zu nehmen. Um 10:15 Uhr trafen sich alle am Flughafen in Toulouse. Zum Glück hatten wir noch reichlich Zeit, bis unser Flieger ging, weshalb wir noch viele Erinnerungsfotos mit den Austauschschülern machen konnten. Nachdem sich alle ausgiebig umarmt und verabschiedet hatten, war es Zeit, die Rückreise anzutreten. Um kurz nach 15:00 Uhr kamen wir alle in Hamburg an, wo wir, nachdem wir alle unser Gepäck hatten, den Zug nach Schleswig nahmen. Hier wurden wir abgeholt und die Fahrt hatte ein glückliches Ende gefunden.

Ida Schönfeld, Lelia van Hees und Chiara S. Marxen

nach oben

 

Toulouse-Austausch 2016

Die Aufregung war groß, als am Mittwochabend, den 5. Oktober 2016, 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge E und Q1 am Schwimmhallenparkplatz auf ihre Austauschschüler aus Toulouse warteten. Für eine Woche lebten die Französinnen und Franzosen in den jeweiligen Gastfamilien und haben viele neue Eindrücke gesammelt. Die Lehrerinnen Frau Kostriza und Frau Champ, welche den Austausch schon seit vielen Jahren organisieren, hatten ein vielfältiges Programm für die Woche zusammengestellt.
Gleich am ersten Tag haben die Schüler/-innen beider Schulen nach einem großen Frühstück in der Mensa und einer Ansprache von Frau Fox am Unterricht teilgenommen und am Nachmittag gemeinsam eine Stadt-Rallye durch Schleswig gemacht, um die Umgebung zu erkunden.
Am Freitag sind dann alle gemeinsam mit dem Zug nach Sylt gefahren. Nach einem Besuch im Erlebniszentrum „Naturgewalten“ konnten die Schüler/-innen etwas durch Westerland bummeln oder die freie Zeit trotz norddeutscher herbstlicher Temperaturen am Strand genießen.
Das Wochenende durften die Gastschüler individuell gestalten. So wurden zum Beispiel Städte wie Kiel oder Flensburg besichtigt, der Hochseilgarten wurde besucht oder Zeit innerhalb der Familien verbracht, um ein typisch deutsches Wochenende zu erleben. Zudem fand am Samstag eine Feier mit allen jugendlichen Beteiligten statt, wo sich bei Lagerfeuer und netter Atmosphäre ausgetauscht und besser kennengelernt werden konnte.
Am folgenden Montag sind die Französinnen und Franzosen dann alleine nach Hamburg gefahren, während die deutschen Schüler/-innen leider in die Schule mussten. Das Wetter in der Großstadt zeigte sich leider nicht von seiner besten Seite, aber das machte nichts, denn die französischen Gäste haben die Regenschauer im Gruselkabinett „Dungeon“ verbracht oder ihr Taschengeld beim Shoppen auf den Kopf gehauen. Beeindruckt waren die französischen Gäste vom Hamburger Hafen. Dienstag war dann auch der letzte richtige Tag vor der Abreise, an dem alle Schüler/-innen gemeinsam die alte Wikingersiedlung „Haitabu“ besucht haben. Anschließend haben alle den gelungenen Austausch mit einem Bowling-Abend ausklingen lassen. Während des Austauschs wurden nicht nur die Französischkenntnisse verbessert, sondern auch viele neue Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und neue Freundschaften geschlossen. Dementsprechend war der Abschied am Mittwochmorgen schwer. Aber schon im Mai gibt es ein Wiedersehen, wenn die deutschen Teilnehmer nach Toulouse zu ihren Gastfamilien fliegen.

Wir freuen uns schon auf unsere „correspondants“! A bientôt!

Emma und Nils aus der Q1a

nach oben

 

Reisebericht: Austauschfahrt nach Mostar (Bosnien-Herzegowina) 2016


"Die beste Fahrt, die wir je gemacht haben!" Ist der erste Gedanke, den Tjark (16) nach der Reise äußert. Nach acht Tagen unterwegs mit seinen Mitschülern der Klasse Ea, Ed und Ee in Bosnien-Herzegowina sind die Eindrücke seiner Reise noch ganz präsent. Da wäre der Ausflug zu den Wasserfällen "Kravice" in der Umgebung von Mostar, wo ein Teil der Schüler sogar den Sprung ins eiskalte Wasser wagte. Aber nicht nur beeindruckende Naturschauspiele standen auf dem Programm, sondern auch ein interessanter Stadtrundgang durch die Altstadt von Mostar. Natürlich über die weltberühmte Alte Brücke, stari Most, wo die Brückenspringer sich immer wieder mutig von der Brücke in die grüne Neretva stürzen. Der Fluss, der die Stadt in den westlichen von Kroaten geprägten Stadtteil und den östlichen muslimischen Teil trennt. Auch das Alte Gymnasium der Stadt, die Partnerschule der Lornsenschule, ist getrennt in einen bosnischen und einen kroatischen Zweig. Sie ist ganz zentral gelegen am Spanischen Platz und war immer wieder Treffpunkt der Austauschgruppe. Das tolle Gebäude der Schule ist eingebettet in Ruinen des Jugoslawienkrieges und herrschaftlichen Gebäuden aus der Zeit der Verwaltung durch den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn.
An der Schule erlebten die Schüler aus Schleswig ganz normalen Unterricht, ungewöhnliche Unterrichtszeiten - in Mostar wird in zwei Schichten unterrichtet vormittags ein Teil der Schüler, nachmittags der andere Teil - sowie einen gemeinsamen Projekttag zum Thema "Arbeit und Berufe in und um Mostar".
Auf dem Programm stand auch eine Fahrt in die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas nach Sarajevo. Dort besuchten die Schüler zunächst die deutsche Botschaft, um danach einen Rundgang durch die Altstadt zu unternehmen, wo es natürlich eine Portion Cevapcici zum Mittagessen gab.
"Es ist immer wieder schön sich mit Schülern auf diese besondere und aufregende Austauschfahrt zu machen." Bemerken die begleitenden Lehrer der Austauschgruppe Frau Paul und Herr Dreznjak. "Vor allem der Familientag am Sonntag ist spannend für die Schüler." Zumeist gestaltet sich die Aufnahme in den Familien sehr herzlich, die Schüler sind immer gleich ein Teil der Familie. Am Dienstagmorgen galt es dann Abschied zu nehmen, wobei die eine oder andere Träne im Bus verdrückt wurde. Svea (16) hat es so gut gefallen: "ich habe meinem Vater gesagt, er soll schon mal nach Flügen im Sommer Ausschau halten!" Auf Wiedersehen in Mostar.

 

P.S.: Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung Schüler Helfen Leben und das Auswärtige Amt, die diesen Austausch möglich gemacht haben.

 

nach oben

 

Unser Estland-Aufenthalt: Tere!

Pärnu – eine Stadt mit vielen Gesichtern

Tag 1 - Die Anreise
Mit viel Vorfreude und so manchen Erwartungen begannen wir unsere Reise. Nach langen Bahn- und Busfahrten und einem für viele Premierenflug, der für Nervenkitzel sorgte, kamen wir schließlich müde und erschöpft am Ziel – Pärnu, der viertgrößten Stadt Estlands - an. Unsere Gastgeschwister begrüßten und begleiteten uns in unser neues Heim, wo sich die Meisten sich auf ihr Bett freuten.

Tag 2 - Die Erkundung
Am nächsten Morgen ging das Sammeln von neuen Eindrücken weiter. Der Tag startete damit, einige estnische Schulstunden mitzuerleben. Nach  zwei Stunden trafen sich alle, um Organisatorisches zu regeln. Wir lernten außerdem mit einem Spiel einander genauer kennen und wurden persönlich vom Schuldirektor begrüßt. Danach  gingen wir in die Schulmensa, um ein typisches estnisches Essen zu genießen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, begannen wir mit unserer Fotochallenge. Diese bestand darin, in estnisch-deutschen Kleingruppen Fotos zu bestimmten Aufgaben in Pärnu zu machen. Zum Beispiel sollten wir den Strand, eine Kirche  oder besonders schöne Türen fotografieren und witzige Selfies erstellen. Zudem sollten Kulturschocks  und erste Begegnungen mit den Schönheiten Estlands dokumentiert werden. Zwar mussten wir weit und viel durch die Stadt gehen, aber um viele Eindrücke zu gewinnen und sich gegenseitig kennenzulernen, war diese Aufgabe gut. In der anschließenden Freizeit trafen sich einige, um am Strand Volleyball zu spielen und Pizza und Frozenjogurt zu essen. Am Ende des Tages, als alle wieder „zu Hause“ waren, hatten sich schon viele Freundschaften geschlossen. Leider waren einige auch ein wenig unzufrieden, da sie andere Erwartungen an ihr Heim hatten  oder nicht ganz auf einer Wellenlänge mit ihren Esten schwammen. Aber im Großen und Ganzen war dieses ein erfolgreicher erster Tag.

Tag 3 - Die Wanderung
Am Mittwoch starteten wir den Tag mit einer Busfahrt nach Soomaa, einem Naturschutzgebiet. Bevor wir dort ankamen, besuchten wir noch eine Kirche, die den Gefallenen Estlands gewidmet ist. Daran schloss sich die Besichtigung einer putzig kleinen „Höhle“ am Ufer des Pärnu-Jögi (Fluss Pärnu) an. Im Nationalpark wanderten wir etwa 5 km durch ein Moorgebiet, wo wir an plötzlich auftauchenden Wasserlöchern vorbeikamen. Nach einem Picknick kamen wir alle gestärkt nach Pärnu zurück und genossen unsere Freizeit, um Bowlen zu gehen, Sushi zu essen oder sich einfach auszuruhen.

Tag 4 - Der Präsentationstag
Der Donnerstag startete damit, dass wir zu unseren am Dienstag geschossenen Fotos eine Präsentation gestalten sollten, um den anderen Gruppen unsere Ergebnisse vorzustellen. Es gelangen viele witzige Präsentationen, in fast allen fand sich das leckere Naschi „Kuhuke“, eine Art Käsekuchenriegel umhüllt von Schokolade. Viele  gewannen auch den Eindruck, dass in Pärnu (und Estland allgemein) große Unterschiede zwischen arm und reich herrschen, da z.B. ein neues Einkaufshaus mit riesigen Bildschirmen neben zerfallenen Häusern steht.  Nach der Präsentation bekamen wir erneut ein Essen (Fischsuppe und Schokopudding) in der Schule. Daraufhin nutzten viele von uns die freie Zeit, um etwas außerhalb Paintball zu spielen oder shoppen zu gehen. Am Ende des Tages trafen wir uns alle auf einem Pferdehof, damit wir dort unseren letzten gemeinsamen Abend mit Grillen genießen konnten, denn am nächsten Tag sollte es schon früh nach Tallinn losgehen.

Tag 5 - Auf Wiedersehen Estland!
Am Freitag stiegen wir morgens mit unserem Gepäck in einen Reisebus und brachen zusammen mit unseren Esten von Pärnu auf. In Tallinn angekommen besichtigten wir zunächst das moderne Kunstmuseum „Kumu“ mit verschiedenen, zum Teil sehr verstörenden Gemälden, Skulpturen, Filmen oder anderen Darstellungsmöglichkeiten. Als wir dort alles ausgekundschaftet und bewundert hatten, ging unser Trip weiter. In der Altstadt von Tallinn konnten wir die vielen älteren Gebäude und Straßen, wie das Rathaus, eine russische Kirche oder die alten Stadtmauern, betrachten. Als wir uns am Ende der Führung auf einem Aussichtspunkt befanden, konnten wir eine atemberaubende Aussicht über Tallinn genießen. Dann durften wir selbst noch in der Stadt einkaufen und diese ungestört besichtigen. Schließlich trafen wir uns wieder und fuhren zum Flughafen, wo uns dann der Abschied bevorstand. Nach Abschiedstränen und Umarmungen, aber auch mit Vorfreude auf zu Hause startete unser Flug zurück nach Deutschland. Trotz der kurzen Zeit hat jeder etwas mitgenommen und tolle neue Erfahrungen gesammelt.

Karin Hansen

nach oben

 

Europafahrt im E-Jahrgang: Dänemark-Austausch 2015

Die Klasse Ed hat in diesem Jahr einen Austausch mit einer Klasse aus Allerød (Dänemark) durchgeführt, diese besuchte uns bereits vor den Osterferien für vier Tage. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten gemeinsam an Projekten zu Vorurteilen und zur dänischen Minderheit in Schleswig. Im Rahmen dieses Projektes besuchten wir auch die AP-Møller-Schule und konnten Unterschiede der Schulsysteme herausstellen. Weitere Programmpunkte waren eine Stadtrallye und der Besuch des Schleswiger Doms.

Gruppenbild in der Aula der Lornsenschule

Direkt nach den Osterferien begann dann unsere Reise. Mit der Bahn ging es direkt nach Allerød, einer kleinen Stadt etwa 30 km nördlich von Kopenhagen. Durch die Unterbringung in Gastfamilien lernten die Schülerinnen und Schüler viel über die Kultur, das Familienleben und schließlich auch über den dänischen Schulalltag. Nachdem wir uns am ersten Tag den Unterricht an einem dänischen Gymnasium in unterschiedlichen Fächern anschauen konnten, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler am zweiten Tag Gemeinsamkeiten und Unterschiede der politischen Systeme Deutschlands und Dänemarks. Am dritten Tag fuhren wir dann alle gemeinsam nach Kopenhagen, machten eine Hafenrundfahrt, besuchten dort das dänische Parlament (Folketing) und schlossen den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ab. An unserem Rückreisetag fuhren wir erneut nach Kopenhagen. Dort erhielten wir eine sehr spannende Führung durch den Freistaat Christiania, diesen Programmpunkt hoben alle Schülerinnen und Schüler als besonders lohnend hervor. Denn alleine hätte man sich dort vielleicht nicht hinein getraut…

Henrike Rohr

Folketing (Dänisches Parlament)

Schloss Frederiksborg in Hillerød (ca. 10km nördlich von Allerød)

Gemeinsamer Bowlingabend in Allerød

Hafenrundfahrt in Kopenhagen

nach oben

 

Ein Traum wird wahr

Auch in diesem Jahr nahmen 10 Schülerinnen des E-Jahrgangs an dem nun bereits zum dritten Mal stattfindenden Austausch mit unserer Partnerschule in Nanxun - ca. 100 km westlich von Shanghai gelegen - vom 29. Oktober bis zum 11. November 2014 teil. Hier sind ihre Berichte:

Wir deutschen Schüler haben die erste Woche in den Familien unserer Gastschüler gelebt. Wir haben eher das Leben und die Wohnsituation der reicheren Chinesen kennen gelernt haben, da sich nicht jede chinesische Familie einen Gastschüler leisten kann. Die Eltern unserer Gastschüler konnten kaum bis kein Englisch sprechen, waren aber dennoch sehr herzlich.
Das Leben dort war sehr anders als unser gewohnter Alltag, zum Beispiel waren die Betten meistens nur ein Holzbrett mit einer dünnen Auflage und normaler Bettwäsche. Allgemein hatten wir eine sehr schöne Zeit in den Gastfamilien und wurden sehr nett aufgenommen.

Die Schule in China ist sehr gewöhnungsbedürftig.
Der Schulalltag fängt morgens um sechs an und endet abends um halb neun. Wir mussten zum Glück nur von acht bis drei anwesend sein und haben ein Extraprogramm bekommen.
Jeden Morgen müssen alle 800 Meter laufen und jeden Montag gibt es einen Fahnenappel. In eine Klasse gehen etwa 40 - 50 Schüler und jeder Schüler hat seinen eigenen kleinen "Mini"-Tisch.
Auch der Unterricht unterscheidet sich sehr von unserem: Der Lehrer redet ununterbrochen und die Schüler müssen sofort verstehen, was der Lehrer sagt. Nur, wenn der Lehrer einen Schüler auffordert, muss dieser aufstehen und die Lösung vortragen. Wenn er diese nicht weiß, steht er dumm rum, bis der Lehrer ihm erlaubt sich wieder zu setzen.
Am gewöhnungsbedürftigsten sind aber die Toiletten: Diese bestehen aus einem Loch im Boden und es gab kein Klopapier, weshalb wir darauf achten mussten, immer genug Klopapier dabei zu haben.
Alle Schüler die uns begegnet sind haben uns hinterhergeguckt, waren aber zu schüchtern, um uns anzusprechen.

Nach den sieben Tagen in den Familien ging es weiter nach Shanghai. Das Hotel in dem wir übernachtet haben war wahnsinnig groß und es gab sogar Betten mit Matratzen. Nachdem wir dort eingecheckt haben, ging es weiter zum Jin Mao Tower. Dieser hatte sagenhafte 88 Stockwerke und man hatte einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Als nächstes haben wir eine Hafenrundfahrt im Sonnenuntergang gemacht. Bevor es zum Essen ging, sind wir in eine große Einkaufsstraße gegangen und waren dort shoppen. Als es dunkel wurde, war die ganze Straße bunt beleuchtet, es war sehr beeindruckend und schön. Danach waren wir zum ersten Mal zusammen essen. Den Abend haben wir im Hotel verbracht und auf dem Platz vor unserem Hotel war auch nachts noch ein buntes Treiben.
Der zweite Tag war leider auch schon unser letzter Tag in Shanghai. Bevor es zum Nachtzug ging haben wir noch drei Stopps gemacht. Als erstes waren wir in einer Seidenfabrik. Da konnte man total witzige Kissen kaufen die man auch zu einer Decke ausbreiten konnte, welche wir uns natürlich gekauft haben. Danach ging es zum Yuyuan Garten, welcher richtig schön angelegt war, allerdings war es sehr "strange" die alten Häuser der Altstadt zu sehen und im Hintergrunde die ganzen Hochhäuser. Anschließend sind wir in der anliegenden Altstadt shoppen gegangen, es gab sehr viel zu entdecken und es hat richtig Spaß gemacht mit den Straßenhändlern zu verhandeln. Der letzte Halt war der Himmelstempel, wo man in der Mitte in ein kesselartiges Ding Geld hineinwerfen konnte, wie bei einem Glücksbrunnen. Dann mussten wir auch schon zum Bahnhof fahren, denn von dort ging unser Nachtzug nach Peking. Die Fahrt dauerte 15 Stunden, aber die Zeit ging schnell rum, da man ja auch schlafen konnte und wir hatten auch trotzdem viel Spaß.

Als wir dann in Peking angekommen waren, sind wir direkt in die verbotene Stadt gefahren, wo sich auch der Kohlehügel und der Kaiserpalast mit den Hallen des himmlischen Friedens befinden.
Außerdem haben wir noch die weltberühmte chinesische Mauer besucht und hatten sogar Zeit auf dem sogenannten Fake Markt shoppen zu gehen. Unser äußerst zufriedenstellender Guide zeigte uns immerzu den direkten Weg zum Happyhouse (Toilette) und hat uns jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Es war eine sehr tolle Zeit, in der wir viele Erfahrungen gesammelt haben.

 

nach oben


Austausch Allerød Gymnasium – Schleswig Lornsenschule


Die Austauschschüler aus Dänemark kamen Sonntagnachmittag mit dem Zug aus Allerød nach Schleswig. Nachdem die Schüler den restlichen Tag in den Familien verbrachten, begann Montagmorgen um 7:50 Uhr die Schule. Nach der Begrüßung durch Frau Fox und einer Führung durch unsere Schule, starteten wir mit einem Projekt zum Thema „Vorurteile“ zusammen mit unseren Austauschpartnern aus Dänemark und der Parallelklasse Eg mit ihren Austauschschülern aus Bosnien-Herzegowina.

Auch am Dienstag ging es weiter mit internen Projekten; die Ergebnisse von den zwei Tagen wurden in Mensa und Aula präsentiert. Danach hatten wir etwas Freizeit in der Innenstadt  und besichtigten den Schleswiger Dom. Anschließend fuhren wir mit einem Schiff nach Haithabu, wo wir sowohl das Museum, als auch das Wikingerdorf besuchten. Den Abend schlossen wir mit einem gemeinsamen Grillen und einem Film in der Schule ab.

Mittwoch war dann auch schon der letzte Tag für unsere Austauschschüler in Schleswig. Für den Vormittag hatten wir ein kleines Basketballturnier in unserer Sporthalle vorbereitet, bei dem sich alle mit Spaß und Erfolg beteiligten. Abschließend sahen die dänischen Schüler noch ein bisschen von der Stadt, als es zu Fuß zum Schleswiger Bahnhof  ging. Dort endete für sie der Aufenthalt in Schleswig und Umgebung.


Gut einen Monat später ging es nun für uns auf die Reise nach Dänemark. Auch wir wurden  von unseren Gastfamilien freundlich begrüßt und verbrachten den ersten Tag gemeinsam mit ihnen.

Am Montagmorgen trafen wir uns in der Schule, wo uns die Schulleiterin herzlich willkommen hieß und wir die für uns neue Schule besichtigten. Danach bekamen wir einen kleinen Einblick in den Unterricht der dänischen Schüler. Für uns ungewohnt war die bessere technische Ausstattung der Schule, sowie der weniger respektvolle Umgang mit den Lehrern. Anschließend stellten wir den dänischen Schülern unser parlamentarisches System vor und verglichen es mit dem Dänischen. Da wir am Mittwoch auch das Parlament in Kopenhagen besuchen würden und dort ein Treffen mit einer Abgeordneten haben würden, erarbeiteten wir in kleinen Gruppen einige Fragen über das Parlament. Unseren Ersten Tag in der Schule beendeten wir mit einer kurzen Einleitung für das am Dienstag folgende Projekt; den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern.

Der Dienstag begann mit einem Projekt unserer Visionen von und über Europa. Hierbei erarbeiteten wir in Gruppen Ideen für ein Europa in 30 Jahren. Die Ergebnisse wurden anschließend vor allen präsentiert. Am Nachmittag hatten die dänischen Lehrer ein Rollenspiel über Demokratie vorbereitet. Nach einigen Stunden Freizeit trafen wir uns abends erneut in der Schule und ließen den Abend mit einem Büffet und einem Film ausklingen.

Mit dem Mittwoch begann für uns nun der letzte Tag in Dänemark. Wir fuhren mit der S-Bahn nach Kopenhagen, um dort wie bereits erwähnt das dänische Parlament, das „Folketing“, zu besichtigen. Nach einer Mittagspause besuchten wir das Zeughausmuseum und machten eine Hafenrundfahrt. Unsere restliche Zeit vor der Abfahrt verbrachten wir mit unseren Dänen in der Kopenhagener Innenstadt. Um 18:00 Uhr trafen wir uns alle noch einmal gemeinsam am Bahnhof, verabschiedeten uns und bedankten uns bei Lehrern und Schülern für die schöne Zeit. Zufrieden aber erschöpft hatten wir nun nur noch eine fünfstündige Zugfahrt vor uns.

Alles in allem war es für uns ein gelungener Austausch, den man auch in Zukunft wiederholen sollte.

Von Johanna Marxsen und Marike Ebsen (Ed)

Alleroed - eine dänische Schule

Die Schule in Alleroed unterscheidet sich stark von unserer Schule in Schleswig. Uns wurde schon angekündigt, dass die Schule Unterschiede aufweist, aber uns war nicht klar, dass die dänischen Schüler komplett anders lernen als wir. Der erste Unterschied ist, dass die meisten Schüler nur 5 - 10 Minuten von der Schule entfernt wohnen und die Schule auch erst um 8:10 anfängt. Die Schule ist ein Neubau und umfasst nur ein Gymnasium, weshalb auch nur Oberstufenschüler die Schule besuchen, da in Dänemark das Gymnasium erst ab der 11. Klasse beginnt. Die Schule hat einen großen öffentlichen Raum, die dort genannte „Badewanne“. Sie ist wie unsere Pausenhalle, nur dass alle Klassen einen festen Tisch haben und sich alle Schüler dort versammeln und essen, sich Vorträge von anderen anhören und lernen, bzw. Aufgaben machen für den Unterricht. An den Wänden dieses Raumes ist extra für die Schule ein Künstler bezahlt worden, der ein Kunstwerk nur für die Schule gebaut hat. Fast alle Räume in der Schule sind für die Schüler zugängig, nur einige müssen mit Lehrern betreten werden. Die Schule ist technisch auf einem hohen Level. In der gesamten Schule hängen Flatscreens, stehen Computer und sind Steckdosen verteilt. Die Schule ist mit einem perfekten W-Lan ausgestattet, zu dem jeder Schüler Zugang hat. Des weiteren benutzt fast jeder Schüler seinen eigenen Laptop von zuhause. Angst vor Diebstahl hat dort keiner, deshalb lassen die dänischen Schüler auch gerne mal ihre Wertsachen liegen, ohne Angst zu haben, dass jemand etwas klaut. Die Schüler und die Lehrer haben ein gutes Verhältnis zueinander. Man duzt sich und hält Kontakt zum Lehrer. Das Lehrerzimmer ist immer offen für die Schüler. Auffallend war auch, dass für die im Verhältnis zu uns geringe Zahl an Lehrern, ein riesiges Lehrerzimmer besitzt. Der Sportplatz und die Sporthalle haben technisch neue Geräte und bieten genug Platz für mehrere Klassen.

Rouven  Wurm (Ed)

nach oben

 

Polenaustausch 2014

Wir starteten am Sonntagmorgen den 11.5. am Schleswiger Bahnhof, um uns auf eine ca. 12-stündige Reise nach Lębork  (Lauenburg) zu machen. Als wir abends müde und verschwitzt am Bahnhof ankamen, wurden wir auch schon von unseren Austauschschülern und ihren Familien in die Arme geschlossen.

Am nächsten Morgen ging es dann direkt in die Schule und wir durften uns 2 Stunden des polnischen Unterrichtes angucken, was sehr interessant war, auch wenn wir das meiste nicht verstehen konnten. Danach ging es zu einer Stadtführung mit Hilfe eines Audioguides, um dann eine große Pizza verschlingen zu können. So war auch schon der erste anstrengende, aber schöne Tag vorbei.

Am nächsten Tag haben wir dann an einer ökologischen Gewässergütebewertung der Łeba (das Ł wird wie ein W ausgesprochen) gearbeitet. Unsere Ergebnisse haben wir am letzten Tag an Stellwänden festgehalten.

Am 3. Tag ging es dann nach Danzig, um die wunderschöne Stadt und die zahlreichen Bernsteine zu bewundern, der Höhepunkt aber war die große Shoppingtour in dem Einkaufszentrum Riviera in der Nähe von Danzig (Gdańsk).

Am vorletzten Tag ging es dann auf eine Wanderung zu der einzigen Wanderdüne an der Ostsee in der Nähe von Łeba. Außerdem konnten wir den wunderschönen Strand, der auch sehr beliebt bei Touristen ist, dort besuchen. Leider war es zu kalt zum Baden.

Am Freitag haben wir dann, wie oben schon erwähnt, eine Präsentation auf Stellwänden gestaltet, die nicht nur die Ergebnisse unserer Untersuchungen an der Łeba zeigen, sondern einen Rückblick auf den Austausch geben. Außerdem hat jeder einen persönlichen Eindruck aufgeschrieben, wobei auf deutscher Seite oft das gute und viele Essen und auch die netten Menschen erwähnt wurden. Abends haben wir dann diese wunderschöne Reise bei einem Lagerfeuer ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon nach Hause, im Gepäck jede Menge Essen und eine nettes Dankeschön von unseren Gastfamilien. So ging eine unvergessliche Reise zu Ende und wir freuen uns schon darauf, unsere Austauschschüler hier in Deutschland begrüßen zu dürfen!

Johanna Marie Lass, Qb

nach oben

 

Bosnien-Herzegowina

Warum ausgerechnet Bosnien-Herzegowina?

Dies war die erste Frage, die unsere Verwandten uns stellten, als es klar war, dass wir, die Klasse Eg der Lornsenschule Schleswig, an einem Austausch mit dem Gymnasium in Mostar, Bosnien Herzegowina, teilnehmen.

Doch auch wir hatten zuvor einige Vorurteile gegenüber den Bosniern. „Kein Internet“ und „Kriegsgefahr“ waren nur einige davon.
Als es dann endlich so weit war, dass wir Name und Anschrift unserer Gastschüler hatten, war die Verwunderung groß. Eigentlich sahen die genauso aus wie wir.

Am Dienstag den 1.04.2014 traf sich die ganze Klasse aufgeregt am Bahnhof. Unsere Gäste  kamen an. Da schon vorher Kontakt über Facebook bestand, wussten wir sofort, wer zu wem gehörte.

Der Abend wurde dazu genutzt, sich besser kennenzulernen und die Gastschüler der Familie vorzustellen.
Am nächsten Tag kamen alle zur Schule, machten eine Schul- und Stadtführung, nahmen am Unterricht teil und der bunte Abend mit Buffet und Sport war sehr lustig.

Den Donnerstag verbrachten wir in Hamburg. Dort bummelten wir durch die Stadt und machten eine Führung durch die Hafencity.  Die Gastschüler waren angetan von dem Wechsel der Gezeiten und fragten verwundert: „Und das Wasser kommt einfach so wieder?" Das war für uns sehr amüsant. Das gute Wetter und die tolle Stimmung machten es zu einem unvergesslichen Tag. So wie der Mittwoch verlief auch der Freitag. Doch obwohl wir Schule hatten, machte es mit 25 Schülern mehr im Klassenraum gleich viel mehr Spaß.

Am Samstag wurden wir aufgeteilt. Die Mutigen, die trotz schlechtem Wetter in den Klettergarten wollten, bestiegen dort die höchsten Bäume. Die andere Hälfte ging ins Ostseecenter Eckernförde und bestaunte die Meerestiere. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung.
Den Familientag am Sonntag verbrachten alle alleine mit ihrem Gastschüler. Viele fuhren an die Nordsee, um dort noch einmal die Gezeiten zu sehen, oder in eine größere Stadt zum Shoppen.

Der Montag war ein sehr aufschlussreicher Tag. Unsere Parallelklasse hatte Gastschüler aus Dänemark. Das „Europamobil“ der Robert-Bosch-Stiftung war zu Besuch an unserer Schule. Wir nahmen gemeinsam an einem Projekt teil, bei dem wir einiges über die Zusammenarbeit in der Europäischen Union lernten. In gemischten Gruppen unterhielten wir uns über Vorurteile in den vertretenden Ländern. Es war erstaunlich, was die Anderen über uns Deutsche dachten. Uns wurde klar, dass nicht jeder in Dänemark Hot Dog isst, nicht jeder in Bosnien Vegetarier ist und nicht jeder Deutsche Lederhosen trägt. Dieser Tag hat uns eindeutig gezeigt, dass die meisten Vorurteile falsch sind und man sich lieber selber ein Bild von anderen Leuten und Kulturen machen sollte.Unsere anfänglichen Vorurteile wurden so bald ziemlich peinlich.

Am Dienstag, den 8.04.2014, reisten unsere Austauschpartner früh wieder ab. Bei vielen war es Trauer und Freude zugleich. Zum einen hatte man sein Zimmer wieder für sich alleine, zum anderen fuhr gerade jemand, von dem man viel gelernt hatte und eine gute Freundschaft geschlossen hatte.
Da es hauptsächlich traurig war, dass alle fuhren, freuen wir uns schon sehr, dass wir uns alle am 08.05.2014 in Mostar wiedersehen. Dort werden wir noch mehr über die Kultur und Lebensweise der Bosnier erfahren. Ein großer Dank gilt der Partnerschule in Mostar und unseren Lehrern, ohne die dieser Austausch nie möglich gewesen wäre.


 
Divan tjedan
auf deutsch, "eine wunderschöne Woche", hatten wir hinter uns, als wir am 15.05.2014 aus Mostar in Bosnien-Herzegowina wiederkamen.
Doch ich beginne am Anfang. Im April besuchten uns unsere Austauschpartner aus Bosnien für eine Woche. Damals verstanden wir uns alle sehr gut, sodass wir uns freuten, uns bald wieder in Mostar zu sehen.

Am 8.05.2014 war es dann endlich so weit. Wir trafen uns um 06:15 am Schleswiger Bahnhof und fuhren von dort aus mit dem Zug nach Hamburg. Dort tauschten wir den Zug gegen eine U-Bahn und letztlich gegen ein Flugzeug.
Wir landeten in Split in Kroatien. Dort hatten wir bei gefühlten 25° C ein bisschen Freizeit, um uns die beeindruckende Altstadt anzusehen.
Drei Stunden Busfahrt hatten wir da noch vor uns.

Als wir dann am Abend gegen 19 Uhr bei unserer Austauschschule ankamen, waren wir alle sehr erschöpft. Wir begrüßten unsere Austauschpartner und deren Familien. Es war eine sehr herzliche und gastfreundschaftliche Aufnahme in den Familien. Dieser erste herzliche Eindruck verstärkte sich auch später bei Gesprächen mit anderen Einheimischen. Unterschiede gab es sehr viele, z.B. hielten die Bosnier nicht so viel von der Straßenverkehrsordnung oder vom Anschnallen im Auto.

Den restlichen Abend verbrachten wir damit, Taschen auszupacken, von unserer Heimat zu erzählen oder früh schlafenzugehen. Einige hatten aber auch das Glück, gleich am ersten Abend ein typisches Stück der bosnischen Kultur kennenzulernen. Im Cafe sitzen und Kaffee trinken. Das war die absolute Lieblingsbeschäftigung der Bosnier. Eigentlich taten sie es zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und da wir ja dort waren, um die Kultur kennenzulernen, hatten wir nichts dagegen.

Am nächsten Tag, dem Freitag, machten wir eine Stadtführung durch Mostar mit. Wir besuchten ein Franziskaner-Kloster, die Altstadt und die alte Brücke von Mostar, genannt „stari most“. Diese Brücke teilt die Stadt in einen muslimisch-bosnischen und einen christlich-kroatischen Teil. Sie steht nach dem Balkankrieg für die Versöhnung und den Versuch, eine Zusammenarbeit zwischen den ehemals verfeindeten Gruppen zu initiieren. Außerdem sahen wir auch Gebäude, die noch immer von der Zeit des Krieges zeugten. Wir hatten 30°C und trotz der teilweise bedrückenden Geschichte hatten wir sehr viel Spaß. Am Nachmittag besuchten wir unsere Partnerschule und bereicherten den Unterricht, der sich stark von unserem unterschied. Abends trafen wir uns alle in einem Cafe, um den Tag wie richtige Bosnier ausklingen zu lassen.

An dem darauf folgenden Samstag machten wir eine Rundreise. Wir besuchten den bekannten Wallfahrtsort „Medugorje“. Dort bestaunten wir die vielen kleinen Läden mit ihren Maria-Figuren und genossen die Sonne.

Daraufhin besuchten wir eine Art Freilichtmuseum, in dem ein typisches herzegowinisches Dorf mit alten Steinhäusern und Gärten rekonstruiert wurde, namens „Etno Selo Medugorje“. Dort konnten wir uns viele Tiere, Pflanzen und die ursprüngliche Lebensweise sowie alte Handwerkstraditionen aus der Region Herzegowina ansehen. Nachdem wir dort einen kleinen, von unseren Lehrern improvisierten „Test“ zum Thema Küchenpflanzen gemacht hatten, fuhren wir zu den beeindruckenden Wasserfällen „Kravice“. Das Naturschauspiel war beeindruckend und obwohl die Wassertemperatur nur 10°C betrug, badeten einige in dem klaren Wasser. Danach machten wir uns zu einer antiken, römischen Ausgrabungsstätte auf und aßen anschließend in einem Restaurant zu Abend.

Der Sonntag war der Familientag, den wir in unseren Gastfamilien verbrachten. Ich besuchte mit meiner Austauschschülerin ihre Tanten, Onkel und Großeltern. Anschließend gingen wir in den Gottesdienst, da die meisten Bosnier sehr gläubig sind. Am Abend trafen wir in einem Café ihre Freunde. Weil die Fremdsprachenkenntnisse meist sehr gut waren, konnte ich mich mit allen problemlos auf Englisch verständigen.

Am Montag traf sich die komplette Gruppe in der Schule und gestaltete Plakate zu den Unterschieden in Bosnien und Deutschland. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Wir Mädchen besuchten, die nahe gelegene Shoppingmall und setzten uns in ein Cafe. Da dies gefühlt jeder Bosnier tat, gab es mindestens zwei Cafes auf jeder Etage des Einkaufszentrums.


Am Dienstag fuhren wir früh mit dem Zug nach Sarajevo. Schon der Bahnhof ließ uns schmunzeln, da wir dort einfach so über die Gleise gehen mussten, um auf die andere Seite des Bahnhofes zu kommen. Nach einer dreistündigen Zugfahrt kamen wir in Sarajevo an. Man konnte die Hauptstadt allerdings kein Stück mit Berlin vergleichen und uns kam Mostar um einiges größer vor als Sarajevo.
Unser erster Stopp führte uns in ein Kaufhaus, in dem sich die ganze Gruppe in ein Cafe setzte und ein Getränk zu sich nahm. Wir machten danach eine Führung durch die Stadt und betrachteten die Ecke, an der Prinz Ferdinand erschossen worden war und bestaunten das hübsche Rathaus der Stadt. Vom Hunger geplagt, setzten wir uns in ein Restaurant und aßen „Cevape“. Dabei handelt sich um kleine Röllchen aus Hackfleisch, die mit in Öl angebratenem Brot und einer Menge Zwiebeln serviert werden. Satt von dem mächtigen Essen, besuchten wir den „Baščaršija-Platz“ in der Altstadt. Ab da hatten  wir Freizeit. Da es stark zu regnen begann, verbrachten wir auch hier unsere Freizeit in einem der vielen kleinen Cafes. Klitschnass fuhren wir mit dem Zug am Abend wieder zurück nach Mostar. Die Regenfälle waren der Beginn der großen Flutkatastrophe, die Bosnien-Herzegowina nach unserem Austausch heimsuchte.

Unseren letzten Tag verbrachten wir morgens in der Schule beim Unterricht. Danach traf sich unsere Klasse vor der Schule und bearbeitete in einem Klassengespräch die positiven und negativen Eindrücke, die wir in der Zeit sammeln konnten. Es war ein sehr aufschlussreiches Gespräch, welches uns alle zum Nachdenken anregte. Am Abend waren wir dann ein letztes Mal alle zusammen. Wir aßen mit der Direktorin in einem Restaurant und machten eine Feedbackrunde über die zwei Wochen "Kulturschock."
Am Donnerstag brachen wir wieder früh auf, um unser Flugzeug zu bekommen, welches uns mit einer Stunde Verspätung nach Hause brachte. Wir waren alle sehr müde und erschöpft.

Dennoch war es ein Austausch, den keiner von uns so schnell vergessen wird. Wir haben viele Freundschaften geknüpft, eine komplett andere Kultur kennengelernt und sehr viele Eindrücke gesammelt.
Das Erste, was wir wieder zurück in Deutschland machten, war, ein Cafe zu besuchen, um allen von unserem aufregenden Abenteuer in einem unbekannten Land zu berichten.

nach oben 

 

 Échange franco-allemand - Mai 2014 - Schleswig/Saint-Orens-de-Gameville

Montag, 12. Mai 2014
Unser erster Tag begann morgens um 4:30  Uhr am Schleswiger Bahnhof. Mit dem Zug sind wir dann zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren und von da aus mit der S-Bahn weiter zum Flughafen. Am Gate angekommen, durften wir dann noch ein bisschen „Duty-Free-Shoppen“. Um 10:00 ging unser Flieger nach Toulouse, wo wir nach 2 Stunden Flug gegen 12:00  Uhr ankamen und von unseren Austauschschülern und zum Teil dessen Familien sehr nett begrüßt wurden. Erstmal ging es nach Hause, um das Gepäck abzustellen, allerdings ging es um 15:00 Uhr schon wieder in die Schule, dem „Pierre-Paul Riquet-Lycée“, wo das Programm für die nächsten Tage besprochen wurde und wir alle zusammen etwas gegessen haben. Danach sind wir dann entweder mit den Austauschschülern in den Unterricht oder nach Hause gegangen, das war abhängig vom Stundenplan unseres Austauschschülers.  Der Abend wurde dann in den Familien verbracht.

Dienstag, 13. Mai 2014
Am Vormittag nahmen wir im Lycée Pierre-Paul Riquet in unterschiedlichen Klassen am Unterricht teil. Wir stellten fest, dass in Frankreich ganz anders als in Deutschland unterrichtet wird: Bei uns tragen die Schüler sehr viel zum Unterrichtsgeschehen bei. Bei den Franzosen ist dies jedoch nicht der Fall. Der Lehrer steht vor der Klasse und erzählt. Nur selten wird hier die mündliche Mitarbeit der Schüler gefordert.
Nachdem wir in der Schulkantine zu Mittag gegessen hatten, trafen wir uns, um gemeinsam mit unseren französischen Austauschschülern nach Toulouse zum Airbus-Werk zu fahren. Dort durften wir uns das Gelände, sowie die Flugzeuge angucken. Während der gesamten Zeit wurden wir von einem Guide begleitet und erhielten nähere Informationen über die Maschinen und den Bau.
Den Abend verbrachten wir dann wieder in unseren Familien und konnten von einem tollen Ausflug erzählen!

Mittwoch, 14. Mai 2014
Der Mittwoch in Frankreich ist ein bisschen wie der Freitag in Deutschland. Man hat nur am Vormittag Schule (im Gegensatz zu allen anderen Tagen). So waren wir am Vormittag also alle in der Schule und am Nachmittag hatten wir freies Programm, welches von den Austauschschülern oder den Familien geplant wurde. Einige sind mit ihren Austauschschülern nach Toulouse gefahren und haben den Nachmittag dort verbracht, andere haben eine Fahrradtour am Kanal gemacht oder waren im Zoo. So hatten alle einen ziemlich entspannten, aber doch schönen Nachmittag.

Donnerstag, 15. Mai 2014
Zu Schulbeginn trafen wir uns alle vor dem Schulgebäude, wo bereits ein Bus auf uns wartete. Nach einiger Zeit kamen wir in Revel an und besichtigten dort zuerst einmal das Museum Pierre-Paul Riquet. Wir erfuhren viel über Pierre-Paul Riquet, der den berühmten „Canal du Midi“ erbaute und nach dem auch die Schule benannt wurde, die wir in dieser Woche besuchen durften.
Gegen Mittag wartete dann ein kleines Picknick am nicht weit entfernten See auf uns. Wir verbrachten daraufhin eine Stunde in der Sonne, aßen unsere mitgebrachten Vorräte, und einige der Franzosen sangen in Begleitung ihrer Gitarren.
Reichlich gestärkt ging es dann für uns weiter nach Carcassonne, einer aus dem Mittelalter erhaltenen Siedlung mit Festung.
Auf dem Rückweg legten wir einen kleinen Zwischenstopp ein, um uns den „Canal du Midi“ aus erster Nähe anzusehen.
Danach fuhren wir wieder zurück in Richtung Saint-Orens-de-Gameville, wo wir uns mit den französischen Austauschschülern auf den Heimweg machten.

Freitag, 16. Mai 2014
Am Freitagmorgen waren wir wieder alle mit in der Schule und haben am Unterricht teilgenommen. Um 13:00 Uhr ging es dann mit dem Bus und der U-Bahn nach Toulouse. Dort wurden wir in Gruppen eingeteilt, jeweils der Austauschpartner und mit noch zwei-, oder drei anderen „Paaren“.  Jede Gruppe hat eine „Rallye“ mit etwas unterschiedlichen Fragen bekommen und dann ging es in den Gruppen los. Zwei Stunden waren wir damit beschäftigt und haben versucht, alle Fragen bestmöglich zu beantworten. Danach wurde die Rallye ausgewertet und jede Gruppe hat einen kleinen Preis bekommen. Danach hatten wir (leider nur) 45 Minuten Freizeit in Toulouse, wo wir dann shoppen konnten. Nachdem wir in der Stadt ein bisschen rumgelaufen sind, haben wir uns um 17:30 Uhr alle beim Kino wiedergetroffen, wo wir dann in zwei unterschiedliche Filme gegangen sind. Nach dem Kino sind fast alle zum Kanal gegangen und haben sich den Sonnenuntergang angeguckt. Dort saßen wir dann auch fast alle circa zwei Stunden und haben uns dann aufgeteilt. Einige waren auf der „Fête-Forraine“ (Jahrmarkt), andere sind nach Hause oder woanders in die Stadt gegangen.

Samstag, 17. Mai 2014
Den Samstag verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Viele Austauschschüler trafen sich untereinander, um gemeinsam etwas zu unternehmen. So gingen viele von uns im nahegelegenen Einkaufszentrum shoppen, andere machten Kurzausflüge mit ihren Gastfamilien (Fahrt ans Mittelmeer oder die Pyrenäen)  oder lernten die Freunde ihrer Austauschpartner kennen.
Am Abend fuhren wir dann alle zu Etienne, einem französischen Austauschschüler, der seinen Garten für einen Grillabend zur Verfügung stellte. Wir hatten alle viel Spaß und waren traurig darüber, nur noch den Sonntag in Frankreich verbringen zu dürfen!

Sonntag, 18. Mai 2014
Sonntag hieß es KOFFERPACKEN. Auch am Sonntag war das Programm in den Familien vorgesehen. Viele haben sich am Nachmittag noch getroffen und am Pool den letzten Tag genossen, andere waren auf einem Konzert, von den Austauschpartnern. Und so war auch der letzte Tag schnell hinter uns.

Montag, 19. Mai 2014
Um 10:40 Uhr trafen wir uns alle mit den französischen Gastfamilien am Flughafen in Toulouse. Wir verabschiedeten uns voneinander und flogen anschließend um 13:00 Uhr zurück nach Hamburg. Nach einem kurzen Aufenthalt am Hauptbahnhof stiegen wir in den Zug und erreichten Schleswig so gegen 18:20 Uhr.

Fazit: Es war ein toller Austausch, den wir gerne noch eine Woche länger erlebt hätten!

 

Gegenbesuch der Toulouser in Schleswig vom 1. bis 8. Oktober 2014

Nachdem wir im Mai eine Woche in Toulouse bei den Franzosen verbracht hatten, stand nun deren Gegenbesuch  für eine Woche im Oktober in Schleswig an. Gemeinsam hatten wir ein schönes Programm entworfen und hofften nun auf gutes Wetter.
Am 1. Oktober 2014 kamen die Franzosen nachmittags mit dem Zug in Schleswig an und wurden gleich von ihren Austauschpartnern und deren Familien in Empfang genommen. Die meisten fuhren zu sich nach Hause, um sich in Ruhe beim Kaffee trinken (wieder) kennen zu lernen.  
Am nächsten Tag trafen sich alle in der Lornsenschule und frühstückten nach einem Rundgang zusammen in der Pausenhalle. Anschließend marschierten wir zu Fuß auf die Schlossinsel und hörten einen Vortrag über die Moorleichen und das Nydamboot. Mittags wurde nahe des Schlossgartens in der Sonne gepicknickt. Das Wetter blieb uns hold und alle amüsierten sich in einem wilden Gemisch aus Deutsch und Französisch.
Bis in den frühen Abend liefen wir in Gruppen durch ganz Schleswig, um die selbstausgedachten Rallyefragen zu beantworten. Nach einem gemeinsamen Eis wurde der Abend mit Bowling abgerundet. Alle waren ziemlich müde und hatten einen schönen ersten Tag erlebt.

Der zweite Tag war der Tag der dt. Einheit, der 3. Oktober. Die Franzosen waren gespannt, wie wohl die Deutschen ihren Nationalfeiertag feiern. Morgens sind wir mit der Bahn nach Sylt gefahren und waren in einem sehr vollen Zug nicht die Einzigen mit dieser Idee. Mit dem Bus fuhren wir anschließend nach List und sahen uns das Naturerlebnismuseum dort an. Das war besonders für die Franzosen interessant, da man viel anfassen und ausprobieren darf. Außerdem haben wir ihnen natürlich ein Fischbrötchen bei „Gosch“ angeboten. Nachdem wir nach Westerland zurückgefahren waren, durfte jeder seine Zeit bis zum Abend selbst gestalten. Einige gingen zum Strand, andere waren Shoppen. Müde aber glücklich hatten wir eine sehr vergnügliche Zugfahrt nach Schleswig. Alle Franzosen waren sich einig, dass dies ein sehr schöner Tag gewesen war und die Nordsee eine Reise wert ist.

Das Wochenende haben alle unterschiedlich verbracht. Einige sind, teilweise sogar mit dem Fahrrad, nach Haithabu gefahren, wo durch Markt und die kostümierten Wikinger alles noch etwas eindrucksvoller war. Andere haben sich einen ruhigen Tag gegönnt oder sind in den Hansapark gefahren. Am Samstagabend haben sich alle bei Levke getroffen, die ihre Garage als Partylaube zur Verfügung gestellt hatte. Es wurde ein sehr lustiger Abend mit viel Livemusik von den Franzosen und einem zwanglosen, ausgelassenen Miteinander. Den Sonntag haben fast alle zum Ausschlafen genutzt und sind dann beispielsweise zum Bummeln nach Eckernförde zum Fischmarkt oder in aller Ruhe zum Angeln gefahren.

Am Montag mussten wir Deutschen wieder in die Schule während für die Franzosen ein Tagesausflug nach Hamburg geplant war. Sie waren etwas traurig, dass wir nicht mitkommen konnten, aber das Budget reichte nun mal nicht für alle Ausflüge. Nach der Zugfahrt fuhren sie mit dem Boot durch Hamburg, sahen sich u.a. das Rathaus an und hatten dann abschließend noch Zeit für sich. Ein beliebtes Mittagessen waren Döner oder Kebab.
Zur gleichen Zeit hatten wir Deutschen einen freien Nachmittag und nutzten diesen für liegengebliebene Schulaufgaben und zum Durchatmen, denn so ein Austausch macht zwar viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend. Am Abend kehrten die Franzosen müde in ihre Gastfamilien zurück.
Den letzten Tag vor ihrer Abreise begleiteten die Franzosen uns in die Schule und waren erstaunt, wie Unterricht bei uns so funktioniert. Die vielen Gruppenarbeiten, das Diskutieren und auch das konsequente Sprechen von Fremdsprachen beispielsweise in Englisch und Spanisch kennen sie aus Frankreich nicht. Sehr angetan waren sie aber von den vielen Pausen und zudem vom Schulschluss um 13 Uhr. Einige mussten jedoch teilweise noch länger bleiben und nahmen ihre Austauschpartner auch in die Nachmittags-AGs mit.
Am Abend trafen wir uns alle am Kino wieder und sahen uns gemeinsam die deutsche Komödie „Männerhort“ an. Wenngleich nicht alles verstanden wurde, gab es für alle viel zu lachen. Mit ein wenig Wehmut verbrachten alle ihren letzten Abend in ihren Gastfamilien.

Am Morgen des 8. Oktober 2014 sammelten sich alle an der Schwimmhalle von Schleswig, wo ein Bus die Franzosen nach Hamburg bringen sollte, da durch Streiks die Bahnverbindungen zu unsicher waren. Nicht nur Franzosen können streiken, wurde hier und da gewitzelt. Traurig ob des Endes dieses Austausches sagten sich alle Auf Wiedersehen. Da diesmal kein Gegenbesuch in Aussicht war, fiel der Abschied doppelt schwer. Einige haben sich aber bereits für die nächsten Sommerferien wieder verabredet.
Alles in allem war es eine wundervolle und erlebnisreiche Woche, die wir zusammen mit jener in Toulouse in bester Erinnerung behalten werden.

Annika Jessen Q1a

nach oben

 

Argenteuil 2014 – Tagebuch einer Frankreichreise

Samstag, 29.03.2014
Als um 7 Uhr 39 aufgeregte Schüler am Parkplatz der Schwimmhalle in Schleswig ankamen, wurden zuerst alle Koffer im Bus verpackt. Nachdem sich dann alle verabschiedet hatten, ging es los: 12 Stunden im Bus. Argenteuil und Paris: Wir kommen! Nach vielen Stunden im Bus kamen wir gegen 21.30 Uhr in Paris an. Nach einer letzten Pause fuhren wir auf den Parkplatz in Argenteuil, wo wir schon die Austauschschüler sehen konnten. Alle fanden ihre Austauschschüler, gingen mit den Familien nach Hause und schliefen mit viel Vorfreude auf  die Woche in Paris die erste Nacht im Bett der Gastfamilie ein.

Sonntag 30.03.2014
Um 9.30 Uhr, als wir alle die erste Nacht in unseren Familien gut überstanden hatten, trafen wir uns mit der gesamten Gruppe am Bahnhof von Argenteuil, um nach Paris zu fahren. Zuerst waren wir beim Eiffelturm. Danach wurde im Park davor  gepicknickt, und weil alle sehr viel zu Essen mitbekommen hatten, musste keiner hungern. Dann sahen wir l'Arc de Triomphe und die Champs Elysées, die teuerste Shoppingmal in Paris, bis wir schließlich am Louvre ankamen. In kleinen Gruppen hatten wir viel Zeit, um alle Kunstwerke anzugucken –  zum Beispiel die berühmte Mona Lisa von Leonardo da Vinci.

Montag, 31.03.2014
Am Morgen sahen wir ein deutsch-französisches Theaterstück der Franzosen, welches von vielen jüngeren, aber auch älteren Schülern gespielt wurde. Dann fuhren wir zusammen mit der ganzen Gruppe in der Metro nach Paris, wo wir Montmartre besichtigten und uns danach noch in dem ehemaligen Künstlerviertel umsehen konnten. Nach einem Picknick ging es zurück nach Argenteuil.

Dienstag 1.04.2014
Die Gruppe traf sich um 8.30 Uhr am Bus, um gemeinsam nach Versailles zu fahren. Nach einer  Stunde standen wir vor den riesigen vergoldeten Toren des bekannten Schlosses von Versailles. Nach kurzem Anstehen gingen wir hinein. Wir hatten eineinhalb Stunden Zeit, um uns in Gruppen die vielen Räume und vielen alten Gegenstände genau anzusehen. Wir sahen zum Beispiel das Schlafzimmer des Königs, die langen Flure oder den bekannten Spiegelsaal. Die Hälfe der Woche war nun leider schon vorbei, aber es warteten noch sehr schöne Tage auf uns.

Mittwoch 2.04.2014
Am Morgen trafen wir uns an der Sporthalle, um zusammen Sportunterricht zu machen. Wir spielten Badminton in Zweier-Teams. Den Nachmittag verbrachten wir in den Gastfamilien. Alle machten verschiedene Sachen. Manche fuhren nach Paris, manche gingen shoppen oder Schlittschuhlaufen und andere blieben in Argenteuil und trafen sich mit anderen Austauschschülern. Alle hatten einen schönen Tag und waren gespannt auf den leider schon letzten Tag in Frankreich.

Donnerstag, 03.04.2014
Morgens trafen sich alle ein letztes Mal um 8.30 Uhr an der Schule in Argenteuil und gingen gemeinsam zum Bahnhof, um noch ein letztes Mal nach Paris zu fahren. Zuerst sahen wir uns l'Hôtel de ville an. Danach ging es zu „Notre Dame“, der wahrscheinlich bekanntesten Kirche in Paris. Alle gingen begeistert hinein und schauten sich alles genau an. Nach einem kleinen Picknick ging es zu der Brücke „ Pont des arts“, wo alle erstaunt auf die Millionen von Schlössern schauten, welche dort von Verliebten angebracht wurden. Nachdem am Abend die Koffer gepackt waren, gingen alle ein letztes Mal in den Gastbetten schlafen.

Freitag 04.04.2014
Um 7.30 Uhr trafen wir uns am Bus zur Abreise. Mit traurigen Gesichtern verabschiedeten sich alle von ihren Gastfamilien, und es flossen sogar Tränen. Aber natürlich freuten sich alle  auch auf ihr Zuhause. Nach 14 Stunden Fahrt mit vielen Pausen, einigen Staus, aber vor allem guter Laune kamen wir  um 22:30 Uhr in Schleswig an. Es war eine tolle Woche, die sicher niemand der Teilnehmer vergessen wird!

nach oben