Projekt der Ea und Eb: die olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016

 

Wir, die Klassen Ea und Eb, haben die letzten Monate im Geographie-Unterricht an dem Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2018 gearbeitet.

Das von den Lehrkräften ausgewählte Thema Ein Traum von Olympia – Rio de Janeiro – Ein Vergleich von 2016 und 2018 und die damit verbundenen Inhalte passten sehr gut mit dem Lehrplan des E-Jahrgangs zusammen.

Die Anforderungen des Projekts waren, sich in Gruppen mit folgenden Themen rund um die olympischen Spiele zu beschäftigen: ökonomische Folgen, Nachhaltigkeit, Umwelt und Natur, Profitierende und Verlierer sowie Tourismus. Daraus resultierend außerdem Folgen und Konsequenzen für zukünftige Spiele. Bei der Präsentation der Ergebnisse wurden zwei Möglichkeiten offengelassen, entweder eine Präsentation mit maximal 20 Folien oder acht Infotafeln.

Aus diesen Vorgaben wurde das Projekt für uns als Klausurersatzleistung ausgelegt. Die Klasse wurde in acht Gruppen von 3-4 Personen aufgeteilt, wobei jede Gruppe sich mit einem Thema beschäftigte und dafür eine DIN A3 Infotafel erstellen sollte. Außerdem wurde eine Präsentation des jeweiligen Themas vor der Klasse vorbereitet. Eine der Gruppe beschäftigte sich weitergehend auch noch mit dem Layout der Infotafeln.

Unsere acht Themen waren:

  • : Was waren damalige Bewerbungsgründe des Landes?
  • : Welche ökonomischen Folgen hatten die olympischen Spiele?
  • : Wer hat von den Spielen profitiert?
  • : Gibt es auch Verlierer?
  • : Welche Folgen hatten die olympischen Spiele auf die Natur?
  • : Welche Auswirkungen lassen sich bezogen auf den Tourismus erkennen?
  • : Nachhaltigkeitsbewertung und Layout
  • : Forderungen und Konsequenzen für zukünftige olympische Spiele

 

Nach dem Einteilen der Gruppen legten wir in den nächsten Stunden direkt mit unserer Arbeit los. Während die Layout-Gruppe an einem Design für die Infotafel arbeitete, verschafften sich die Anderen einen Überblick über das Thema. Als das Layout fertig entworfen war, wurde es vor der Klasse vorgestellt und diese konnte Verbesserungsvorschläge geben, die auch noch mit eingearbeitet wurden. Dann wurde weiter in den Kleingruppen die Infotafeln erstellt.

Nach einigen Wochen Arbeit gab es dann mediengestützte Präsentationen und nach einem letzten Feinschliff waren die Infotafeln fertig zum Einreichen.

Was haben wir nun aus diesem Projekt mitgenommen? Was waren unsere Ergebnisse?

Brasilien hat sich von den olympischen Spielen 2016 große wirtschaftliche Fortschritte und eine generelle Modernisierung erhofft. Doch es gab nur sehr wenige positive Folgen, besonders wenn man sie mit allen negativen Folgen vergleicht, die aus dem riesigen Event resultierten.

Brasilien selbst verschuldete sich um 30 Milliarden Euro und musste große Einbußen im Sicherheitsbereich, in der medizinischen Versorgung und in den staatlichen Bildungs-einrichtungen verkraften.

Die Bewohner Rio de Janeiros litten noch mehr. 70.000 Menschen waren von Zwangsumsiedlungen betroffen, um Platz für neue Bauten zu schaffen, die nach den Spielen nur noch geringfügig genutzt wurden. Die vielen Arbeitsplätze, die geschaffen wurden, und im ersten Moment vielleicht zum Vorteil schienen, waren auch nicht von langer Dauer. Nur Anbieter von lokalen Restaurants oder Souvenir-Shops machten durch die Touristen Gewinn. Doch von diesen kamen nicht so viele, wie Brasilien es eingeplant hatte, so kamen die massiven Verluste zustande.

Ökologisch gesehen brachten die Spiele ebenfalls nur mit negativen Folgen. Neben der unglaublichen Abfallbelastung, die entstand, wurden durch die neugebauten Stadien auch der Lebensraum von zahlreichen Tieren eingeschränkt.

Im Fazit waren die olympischen Spiele in Rio de Janeiro alles andere als nachhaltig. Für zukünftige Spiele müssen ganz klar konkretere Vorschriften für das Austragungsland gelten.

In unserer gesammelten Meinung gab es zwar ein paar Stellen, an denen es für uns am Projekt gehakt hat und an denen wir Schwierigkeiten überbrücken mussten, doch im Großen und Ganzen war es sehr aufschlussreich und interessant.

Johanna Pawel, Ea