Vom 03.05. bis zum 10.05.2017 sind wir mit 30 Schülern aus dem Sprachprofil des Q1-Jahrgangs sowie aus den verschiedenen Profilen des E-Jahrgangs für eine Woche zu unseren Austauschpartnern nach Toulouse gefahren. Mit großer Vorfreude und Aufregung ging es am Mittwoch, den 03.05. schon sehr früh los. Wir trafen uns alle um 4:25 Uhr am Bahnhof in Schleswig, um die Reise anzutreten. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Neumünster kamen wir schließlich alle in Hamburg an, wo es dann mit der S-Bahn vom Bahnhof zum Flughafen ging. Der Flug, der ungefähr zwei Stunden dauerte, war pünktlich und sehr entspannt, wodurch die Gruppe gut gelaunt in Toulouse ankam. Nachdem wir alle unser Gepäck bei einer Lehrkraft abgeladen hatten, die alles zur Schule brachte, ging es mit der Straßenbahn ins Zentrum von Toulouse, wo unsere Austauschschüler mit einem Picknick auf uns warteten. Nach einer freudigen Begrüßung und einer kleinen Stärkung am Ufer der Garonne begann dann die Stadtrally in kleinen, gemischten Gruppen. Hierbei hatten wir die Möglichkeit, uns Toulouse anzuschauen und das schöne Wetter zu genießen. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden die Stadt erkundet und Fragen beantwortet hatten, trafen wir uns wieder, um zu den Gastfamilien nach Hause zu fahren. Wir nahmen die Metro und danach noch einen Bus, sodass wir so gegen 18:00 Uhr an der Schule im Ort Saint-Orens-de-Gameville ankamen. Hier wurden wir von den jeweiligen Familien herzlich begrüßt und mit nach Hause genommen. Es war ein anstrengender aber auch erlebnisreicher erster Tag!



Am nächsten Tag ging es früh los, da die Schule in Frankreich um 8:00 Uhr beginnt. Am Vormittag haben wir in kleinen Gruppen jeweils zwei Unterrichtsstunden besucht und die Möglichkeit gehabt, einen Einblick in den Schulalltag zu bekommen, was ein interessantes Erlebnis war. Mittagessen gab es in der Mensa und danach ging es (in zwei Gruppen aufgeteilt) für alle Schüler zum Airbus-Werk in Toulouse. Hier erhielten wir eine Führung, bei der uns die Produktionsprozesse und der Flugzeugbau auf Französisch erklärt wurden und konnten sogar die riesige Halle besichtigen, in der die Flugzeuge endgültig zusammengebaut werden. Es war auf jeden Fall eine spannende Führung.
Am Nachmittag sind wir dann mit den Bussen wieder zurück zur Schule gefahren, wo wir erfahren haben, welche Gruppe die Stadtrally gewonnen hatte. Als Gewinnerpreise gab es T-shirts, die mit dem Schullogo bedruckt waren. Danach ging es für manche von uns wieder nach Hause, andere waren abends noch mit ihren Austauschschülern unterwegs.
Am Freitag ging es für alle um 9 Uhr 20 mit dem Bus nach Revel an den 240 kilometerlangen „Canal du Midi“, der Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet. Dort haben wir zuerst eine Führung durch dessen Museum bekommen, in der uns die Entstehungsgeschichte des Kanals erläutert wurde.



Danach durften wir die romantischen Gärten vom Canal du Midi erkunden und dort picknicken. Am frühen Nachmittag gingen wir dann zu Fuß am Wasser entlang und trafen uns an einer Hütte, wo uns die Spielregeln für die bevorstehenden sportlichen Aufgaben erklärt wurden. Dazu teilten wir uns in Gruppen auf und nahmen an Aktivitäten wie Klettern, Bogenschießen und einem Orientierungslauf teil. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat, war es für uns ein sehr spaßiger und schöner Tag und am Ende gab es noch eine kleine Belohnung für die Gewinnergruppe. Gegen 17 Uhr fuhren wir dann wieder mit dem Bus zurück und verbrachten den Abend in den Gastfamilien oder noch ein wenig in Toulouse.



Am nächsten Tag war eigentlich eine Wanderung in den Pyrenäen geplant, jedoch sagte der Wetterbericht Regen an, wodurch sich die Lehrer ein Alternativprogramm für uns überlegt hatten. Wir fuhren mit dem Bus 1 ½ Stunden nach Carcassonne, einer wunderschönen Stadt mit einer ebenso schönen Festung, wo das Wetter eindeutig besser war. Als wir ankamen, durften wir selbstständig innerhalb von zwei Stunden die Festung besichtigen sowie die kleinen teuren Läden besuchen, in denen wir Souvenirs oder französische Spezialitäten kaufen konnten. Um 13 Uhr ging es zurück nach Toulouse, wo wir ein Naturkundemuseum (Musée d’Histoire Naturelle) besichtigten. Zuerst gab es eine französische Führung und danach durften wir uns noch in Gruppen die spannenden Skelette, Tiere, Steine, Muscheln und Diamanten anschauen.
Abends trafen sich viele von uns mit unseren Austauschschülern im Kino und sahen den Science-Fiction-Horror-Film Life, der einige ganz schön zum Zittern brachte. Das Alternativprogramm und auch der Rest des Tages kamen bei uns und den Franzosen sehr gut an, sodass wir am späten Abend wieder einmal zufrieden ins Bett gehen konnten.



Der Sonntag war der erste Familientag, das heißt es gab kein gemeinsames Programm. Dennoch trafen sich viele von uns nachmittags beim Paintball wieder. Nach anfänglichen Unsicherheiten stellte es sich als großer Spaß heraus, trotzdem waren wir alle froh als es nach ca. 3h zu Ende war, da es im Schutzanzug und mit Maske doch ganz schön heiß unter der südfranzösischen Sonne wurde. Andere waren im Freizeitpark oder erholten sich einfach nur zuhause mit ihren Gastfamilien vom vielen Programm der vergangenen Tage. Am Abend gab es eine von den französischen Austauschschülern organisierte Party, auf der bis in die frühen Morgenstunden zu französischer Musik getanzt wurde.
Da der 08. Mai in Frankreich ein Feiertag ist (Tag der Befreiung), hatten wir frei und konnten den Tag zum Ausschlafen nutzen. Da auch die Gasteltern frei hatten, verbrachten die meisten einen entspannten Tag in den Familien und genossen das gute Wetter zum Beispiel bei einer Fahrradtour oder bei einem Bummel durch die Stadt.
Am Dienstagmorgen brach der letzte Tag in Frankreich an und wir wurden noch ein letztes Mal mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Wir erlebten einen ganzen Schultag in Frankreich, das bedeutet Unterricht von 8-16 Uhr. Der Unterricht war größtenteils sehr interessant, da die meisten Lehrer sich bemühten, uns mit einzubinden. Unterschiede fielen uns besonders in den Fremdsprachen auf, denn selbst dort wurde überwiegend französisch gesprochen, wohingegen bei uns nur in der Fremdsprache gesprochen wird. Die Freistunden und Pausen verbrachten wir gemeinsam in der Sonne. Um 16 Uhr gingen die Vorbereitungen für unser deutsch-französisches Konzert los. Die Instrumente wurden gestimmt und ausprobiert und Songtexte gelernt und schon um 18 Uhr begann es. Es wurden Musikstücke auf der Geige, Gitarre und dem Klavier gespielt und wir Deutschen sangen gemeinsam mit den Franzosen typische Lieder der jeweiligen Länder. Dadurch hat jeder mitgemacht und es wurde zu einem großen Erfolg. Im Anschluss gab es noch ein leckeres Buffet und gegen 21 Uhr machten sich alle auf den Heimweg und schliefen ein letztes Mal in Frankreich ein.



Am letzten Tag war es leider Zeit, Abschied zu nehmen. Um 10:15 Uhr trafen sich alle am Flughafen in Toulouse. Zum Glück hatten wir noch reichlich Zeit, bis unser Flieger ging, weshalb wir noch viele Erinnerungsfotos mit den Austauschschülern machen konnten. Nachdem sich alle ausgiebig umarmt und verabschiedet hatten, war es Zeit, die Rückreise anzutreten. Um kurz nach 15:00 Uhr kamen wir alle in Hamburg an, wo wir, nachdem wir alle unser Gepäck hatten, den Zug nach Schleswig nahmen. Hier wurden wir abgeholt und die Fahrt hatte ein glückliches Ende gefunden.

Ida Schönfeld, Lelia van Hees und Chiara S. Marxen